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Wildling Shoes Gründerin Anna Yona im Interview

Anna und Ran Yona gründeten das Unternehmen Wildling Shoes im Jahr 2015. Nach Annas Studium der Nahost-Studien und der englischen Literaturwissenschaft an der Tel Aviv University, Stationen im Marketing sowie als freie Übersetzerin und Journalistin blieb ihr gemeinsamer Lebensmittelpunkt zunächst in Israel. Ihre drei Kinder wuchsen dort barfuß auf, bevor die Familie 2013 nach Deutschland zog. Die größte Herausforderung hier: Passende Schuhe für die barfuß laufenden Kinder zu finden. Kein Modell schien den Ansprüchen an Bewegungsfreiheit, nachhaltigen Materialien und fairer Produktion zu genügen. So war schnell die Idee von Wildling Shoes geboren.

Wildling Shoes sind Minimalschuhe für Kinder und Erwachsene und werden in Portugal mit robusten und langlebigen Materialien, vorwiegend aus ökologischen Naturstoffen handgefertigt - unter Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen sowie Umweltstandards. Sie haben durch ihre dünne, flexible und innovative Sohle einen positiven Einfluss auf das Laufgefühl und auf die Gesundheit. Im Gegensatz zu konventionellen Schuhen ermöglicht das Minimalschuhkonzept einen natürlichen Gang und gibt jedem damit die Freude an der Bewegung zurück. Wildling möchte diesen positiven Impact auf alle Bereiche, auf die es als Unternehmen Einfluss haben kann, ausweiten - auf die Menschen, auf die Umwelt und auch auf die Art und Weise, wie wir wirtschaften.

Wildling Shoes gibt es bereits seit 6 Jahren. Gab es auch „Wachstumsschmerzen”?

Anfangs war die Zusammenarbeit sehr einfach – wir waren nur eine Handvoll Leute, kannten uns alle persönlich und haben sehr eng auf Zuruf gearbeitet. Als wir auf ca. 25-30 Personen im Team herangewachsen sind, die zum größten Teil remote, dezentral und digital arbeiten, wurde auf einmal deutlich, dass wir neue Strukturen und Prozesse brauchen, um als Team weiterhin gut zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen zu können. Wir haben daraufhin persönliche Treffen eingeführt und zunächst unsere gemeinsame Vision und unsere Werte definiert. Als nächstes kam die Einführung der OKRs als Managementsystem. Das hat uns alles sehr geholfen, die Kultur und das Alignment aufzubauen, die heute unser Team definieren.


Ein Unternehmen zu gründen und aufzubauen bedeutet viel Arbeit und ein hohes
Risiko. Wie geht ihr damit um?

Mit Transparenz und offener Kommunikation gegenüber unseren Mitarbeiter:innen, aber auch Kund:innen! Wie das aussieht, zeigt ein Beispiel aus der Anfangsphase: Gleich nach der Gründung hätten wir beinahe wieder aufgegeben, und die ersten Wildlinge hätten die letzten sein können. Die ersten Rückmeldungen auf die Schuhe waren komplett positiv: Passform stimmte, Design gefiel, Verarbeitung war gut, die Freude hielt an.... bis der erste Regen kam. Und damit dutzende Mails von Kund:innen, die Fotos von blauen Füßen, Socken und Einlegesohlen zeigten. Und zwar nicht so ein bisschen blau, sondern so, als hätte jemand ein Fässchen mit Tinte in die Schuhe ausgeleert. Der Grund: In die Schuhe war ein - blaues - Material in die Schuhe eingenäht worden, um diese wasserdichter zu machen. Und dieses Material hatte bei starker Nässe mit dem umweltfreundlichen Kleber reagiert und die Farbe komplett herausgeschwemmt. Es waren fast alle Schuhe betroffen.

Für einen Moment schien das wie das Ende von Wildling Shoes. Wir hatten alles auf eine Karte gesetzt. Doch dann haben wir uns hingesetzt und den Crowdfundern eine sehr offene Mail geschrieben, ihnen erklärt, was passiert ist, uns entschuldigt und ehrlich gesagt, dass wir auch nicht wissen, was wir jetzt tun sollen. Und dann passierte etwas Erstaunliches: Es kamen viele Antworten. Und keine davon war böse oder ärgerlich. Von über 500 Menschen wollten nur zwei das Geld zurückhaben. Viele haben die Schuhe behalten und einen Rabattgutschein für ein nächstes Paar bekommen. Andere haben auf ein Paar aus der nächsten Produktion gewartet, sodass wir weiter wirtschaften konnten. Und was erst wie eine Katastrophe aussah, war tatsächlich der Anfang einer sehr besonderen Beziehung mit Transparenz und auf Augenhöhe. Sie ist der Grundstein für die große, bunte Wildling Community.

 

Ihr möchtet mit Wildling Shoes einen positiven Impact auf People, Planet & Profit
haben. Was bedeutet das für euch? Und wie erreicht ihr diesen Impact?

Durch Wildling möchten wir einen Baustein zu einer besseren Zukunft beitragen. Dazu gehören für uns Gesundheit, Vielfalt, Regeneration und Kreislaufwirtschaft. Auf welchem Weg wir das erreichen, können alle im Team von Beginn an mitentscheiden. Wir möchten die Menschen bewegen und jetzt aktiv werden, um gemeinsam neue Wege zu finden und kühne Ziele zu setzen, um Klimawandel und globaler Ungerechtigkeit zu begegnen. In unserem Wirtschaftssystem ist die Verantwortung von Unternehmen zu lang zu einseitig definiert worden. Der Fokus lag auf Profit statt auf People und Planet. Die tatsächlich entstehenden Kosten für Umwelt und Menschen werden bis heute einfach ignoriert. Wir müssen dringend den Hebel herumreißen und jetzt aktiv werden. Wir müssen regenerativ wirken, in jeder Hinsicht. Uns konkrete Ziele setzen, den Weg dorthin ins Auge fassen und dann losgehen, um sie zu erreichen. Schritt für Schritt.

Als Unternehmen haben wir unsere Ziele hoch gesteckt und klar formuliert. Wir werden in 10 Jahren 500.000 Hektar für Renaturierung und regenerative Landwirtschaft gesichert haben. Wir werden 50 Millionen Euro in Klimaschutzlösungen, eine noch nachhaltigere Lieferkette und alternative Arbeitsmodelle investieren. Und wir werden über unsere Community 100 Millionen Menschen erreichen. 100 Millionen Menschen, von und mit denen wir lernen, mit denen wir uns vernetzen und für die wir Inspiration sein möchten, denen wir Mut machen werden, dass sie etwas verändern können. Wir werden als Organisation einen inklusiven, feministischen, antirassistischen Raum schaffen – für Vielfalt, Gerechtigkeit, Vereinbarkeit und faire, sinnstiftende Arbeit. Bewegung endet nicht in den Füßen, darum braucht es für eine Transformation vor allem Kopf und Herz. Wir sind viele und gemeinsam können wir Großes erreichen.


Welche Tipps kannst du angehenden Gründerinnen geben, um ihre Ideen in die Tat
umzusetzen?


Gründen braucht Zeit und Fokus. Frauen nehmen sich diese Zeit oft nicht so selbstverständlich wie männliche Gründer. Viele Frauen gründen eher "nebenbei" - während der Elternzeit, neben einem Teilzeitjob, parallel zum Studium. Wir müssen lernen, uns mit einem ganz anderen Selbstverständnis diese Zeit zu gönnen und dafür Verantwortung für andere Rollen wie z.B. Familienmanagement gerechter zu verteilen. Unterstützung gibt es eigentlich überall, wenn man danach sucht oder auch mal darum bittet. In jeder Stadt gibt es Beratungsangebote und häufig Veranstaltungen wie z.B. Businessplan-Wettbewerbe, bei denen man sich viel kostenloses Feedback und manche wertvolle Beratung einholen kann. Besonders hilfreich ist es auch, andere Gründer:innen anzusprechen und nach ihrer Erfahrung zu fragen. Die Gründungsszene ist meist sehr offen und kollaborativ - wir haben alle einmal angefangen, wissen noch gut, wie sich das angefühlt hat, haben selbst Unterstützung genossen und freuen uns, jetzt etwas zurückgeben zu können.


Vielen Dank Anna für das Interview.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit euch!

Dieses Jahr begleitet Wildling Shoes als Partner des Social Impact Labs angehende Gründerinnen auf dem Weg in die Gründung! Du möchtest beim Grace Summer Accelerator dabei sein? Bewerbe dich hier bis zum 23. Mai und starte gemeinsam mit uns in die Gründung!

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