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Female Business Angels - Interview mit Svenja Lassen

Svenja war 2019 als Pitch Trainerin im Summer Camp dabei und hat unsere Gründerinnen in der letzten Woche des Camps begleitet. Als MD bei primeCROWD baut sie gerade das Business Angels Netzwerk in Deutschland auf. Besonders wichtig ist ihr dabei der Fokus auf weibliche Business Angels. Zusammen mit Prof. Dr. Alexandra Wuttig (Lehrstuhl Entrepreneurship IUBH) hat sie zu Beginn des Jahres eine Studie initiiert, um Maßnahmen zur Steigerung der Zahl weiblicher Business Angels (bisher 8% in Europa) zu identifizieren und anschließend zu implementieren.

Svenja, warum ist es so wichtig, dass es mehr weibliche Business Angels gibt?

Für mich sind das drei Gründe: Zum einen, weil diverse Teams immer erfolgreicher sind - das beweisen viele Studien, u.a. von BCG. Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis sorgt dafür, dass unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden und bringt umfassendere Lösungen hervor. Das gilt in Gründerteams genau wie am Captable unter Business Angels.

Zum zweiten bedeuten aber mehr Investorinnen auch automatisch mehr Gründerinnen, denn 62 Prozent der befragten Frauen möchten explizit Female Founder unterstützen. Gründerinnen bekommen aber derzeit noch zu selten und zu wenig Geld, um ihre Geschäftsideen umzusetzen und groß zu machen. Hätten sie häufiger die Gelegenheit, mit weiblichen Geldgebern zu sprechen, sähe das anders aus.

Der dritte Grund ist für mich aber noch viel übergeordneter und betrifft unsere Gesellschaft. Denn wenn mehr Frauen wissen, dass sie als Angels mit ihrem Geld und ihrer Erfahrung Innovationen fördern und dafür sorgen können, dass besonders Unternehmen mit Frauen im C-Level eine Finanzierung bekommen, werden sie langfristig einen erheblichen Einfluss darauf haben, dass unsere Wirtschaft weiblicher, gerechter und erfolgreicher wird.

Welche Ergebnisse haben dich bei der Studie besonders überrascht?

Dass Frauen nicht so risikoscheu sind, wie immer behauptet wird. 67 Prozent der befragten Frauen sind sich der Risiken eines Startup-Investments bewusst und scheuen sie nicht. Sie haben oftmals nur mehr Fragen und überlegen genauer. Deswegen wünschen sich 80 Prozent eine Beratung für Investorinnen, die wir ihnen jetzt bieten.

Welche Ergebnisse waren besonders erfreulich?

Der positive Einfluss auf die Gesellschaft. Mehr Investorinnen bedeutet zugleich mehr Impact Investing: 68 Prozent würde gerne etwas Gutes mit dem Investment bewirken. Gleichzeitig ist 61 Prozent die Rendite wichtig - und das ist genau richtig, denn Themen wie Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung oder Umweltschutz schließen Gewinne ja nicht aus. 

Was setzt ihr jetzt konkret um, um eine höhere Anzahl weiblicher Business Angels zu fördern?

Wir bieten ihnen jetzt das, was sie bisher vermissen und sich an Services wünschen: Das ist zum einen die Aufklärung rund um den Investitionsprozess mit Transparenz in allen Abläufen. Dafür veranstalten wir u.a. monatliche Lunch+Learn-Termine zu verschiedenen Investment-Themen und haben eine eigene Plattform zum Austausch und zur Diskussion. Denn auch die Community ist Frauen wichtig, eine Anlaufstation, bei der sie andere Frauen treffen, ihre Erfahrungen und Interessen teilen und nicht wie sonst meist in der Minderheit sind. Deswegen stellen wir auch erfahrene Business Angelistas als Role-Models vor, von denen andere lernen können. Und wer sich bei einem Investment unsicher ist oder nicht allein investieren möchte, kann sich an uns wenden, um eine Due Diligence und unsere Einschätzung zu einem Startup bekommen. Alle, die ganz neu in das Thema einsteigen, begleiten wir auf dem gesamten Investmentprozess und nehmen ihnen das Management bis hin zu den Vertragsverhandlungen ab.

Was ändert sich dadurch für Gründerinnen?

Sie finden bei uns mehr weibliche Investorinnen, weil wir deren Anteil als erstes europäisches Netzwerk ganz bewusst ausweiten. Außerdem bekommen sie durch eigene Female-Meetups mehr Sichtbarkeit und die Chance, sich vor Investorinnen präsentieren zu können, auch wenn wir sie nicht in eine reguläre primeCROWD-Kampagne aufgenommen haben. Deswegen lohnt sich eine Bewerbung bei uns in jedem Fall.

Wie können wir Gründerinnen und Business Angels besser vernetzen?

Zum einen natürlich durch mehr Sichtbarkeit und eine gezielte Präsentation. 71 Prozent der befragten Frauen haben angegeben, sie kennen keine passenden Startups. Im Fundraising läuft tatsächlich sehr viel über direkte Empfehlungen, da werden spannende Cases oft gar nicht öffentlich. Das wollen wir ändern und bieten deswegen in unserem Female Investors Network pro Quartal ein gesondertes Meetup, in dem ich die besten drei Startups von Frauen bzw. mit weiblicher Beteiligung vorstelle, die sich bei primeCROWD beworben haben. Dort bekommen die Gründerinnen die Chance zum Pitch, die Investorinnen können ihnen Fragen stellen, sich gemeinsam austauschen und beraten. Außerdem ist es natürlich wichtig, sich gegenseitig bei Projekten zu unterstützen, deswegen freue ich mich, so tolle Aktionen wie das Grace Summer Camp als Mentorin und Trainerin zu begleiten und bin in verschiedenen anderen Initiativen dieser Art aktiv.

Was bedeutet bei primeCROWD 'investment ready'? In welcher Phase müssen Startups sein, um Investments zu bekommen?

Wir richten uns in erster Linie an Startups der Seed & Growth-Phase. Es muss bereits ein fertiges Produkt und auch zahlende Kunden geben, damit wir es den Investor*innen unseres Netzwerks vorstellen. Aber wir wollen Startups langfristig begleiten und lassen niemand mit leeren Händen zurück. Wenn sich also Gründer*innen bewerben, die für uns noch zu früh dran sind, versuchen wir, ihnen durch unser Netzwerk und unsere Partner in anderen wichtigen Bereichen wie etwa Rechtsfragen zu helfen und entsprechend zu vermitteln. Oft sind sie dann ein paar Monate später bereit für eine Kampagne mit uns. Wir halten in jedem Fall den Kontakt und stehen als Ansprechpartner bereit.

Vielen Dank Svenja!

Die Ergebnisse der Studie findet ihr HIER.

 

Photo Credit: Stefanie Kresse

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